Unternehmen / Finanz

Thurgauer KB überzeugt nicht

Analyse | Die Staatsbank kann das lahmende Zinsgeschäft nicht ausreichend kompensieren. Dennoch hat sie die Erwartungen übertroffen.

Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat einen schweren Stand. Sie spürt wie alle Banken den Druck auf die Zinsmargen. Und der hat es in sich: Fast 5% sind die Hypothekarforderungen im vergangenen Jahr gestiegen, dennoch konnte die Bank den Zinserfolg nicht auf dem Niveau des Vorjahres halten. Noch extremer wirkt die Situation mit Blick auf den Gesamtertrag. Er fällt mit 341,1 Mio. Fr. um 0,6% geringer aus, obschon die TKB ihre Bilanz um mehr als 10% ausgebaut hat. Wachstumspotenzial? Fehlanzeige.

Das Beispiel der Thurgauer Kantonalbank zeigt exemplarisch die Probleme der Retailbanken im Tiefzinsumfeld. Mit den tieferen Zinseinnahmen trotz höherer Ausleihungen ist die TKB denn auch nicht allein. Allerdings schafft sie es – anders als andere Banken – nicht, ihre Refinanzierungskosten in einem Ausmass zu reduzieren, das die Mindereinnahmen im Zinsgeschäft kompensieren könnte.

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