Unternehmen / Finanz

Thurgauer KB tauscht Gewinn gegen Risikovorsorge

Analyse | Die Staatsbank hat im ersten Halbjahr wegen hoher Wertberichtigungen weniger verdient und die Erwartungen verfehlt. Die PS sind kein Kauf.

Weniger Ertrag, weniger Gewinn: Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hält sich mit ihrem Abschluss zum ersten Halbjahr ans Drehbuch für Retailbanken. Und das besagt: Der Kommissionsertrag steigt wegen des regen Handels im Frühjahr, die Zinsmarge bleibt tief, die Wertberichtigungen nehmen zu und belasten den operativen Gewinn. Zwar haben jüngst verschiedene Kantonalbanken bewiesen, dass wider dieses Muster ein besseres Ergebnis möglich ist – doch die TKB kann das für sich nicht behaupten.

Dabei können sich die Eckwerte in den Segmenten sehen lassen. Die TKB hat ihre Bilanz fleissig ausgebaut, die Hypothekarforderungen nahmen in den ersten sechs Monaten um 2,4% zu, was der hohen Wachstumsrate der vergangenen Semester entspricht. Und obschon der reine Zinsertrag wegen des Tiefzinsniveaus erneut rückläufig war, schrieb sie brutto wegen tieferer Zinskosten einen Erfolg über Vorjahr (+7,1%). Im Kommissionsgeschäft hat sich die Bank ebenfalls gesteigert. Die hohe Volatilität an den Finanzmärkten hat die volumenabhängigen Gebühren befeuert. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?