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Thurgauer KB verdient mehr als erwartet

Die Kantonalbank verdient im vergangenen Geschäftsjahr vor allem dank dem guten Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mehr.

(AWP) Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat im zurückliegenden Geschäftsjahr Ertrag und Gewinn deutlich gesteigert. Die Dividende wird daher leicht angehoben.

Der Geschäftsertrag stieg im 150. Jahr des Bestehens der TKB um 7,2% auf 366,1 Mio. Fr., wie Bank am Donnerstag mitteilte. Der Geschäftserfolg, als Gradmesser für die operative Leistung, erhöhte sich auf 182,6 Mio. Fr. (+9,8%). Unter dem Strich verdiente die Bank mit 145,6 Mio. Fr. 4,7% mehr als im Vorjahr.

Damit übertraf die TKB ihre ursprüngliche Prognose von August 2021. Damals war die Bank noch von einem leicht rückläufigen Unternehmenserfolg im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Da die Bank den höchsten Gewinn in der Firmengeschichte ausweisen konnte, wird die Dividende um 10 Rappen auf 3,10 Fr. pro Titel erhöht.

Wachstum im Kerngeschäft

Im wichtigen Zinsgeschäft erwirtschaftet die TKB einen Erfolg von 260,5 Mio. Fr. (+4,5%). Die Pandemie habe die Wirtschaft weniger stark beeinträchtigt als ursprünglich befürchtet. Daher fielen die Wertberichtigungen für mögliche Kreditausfälle nur moderat aus, hiess es weiter.

Deutlich stärker wuchs das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Plus von +11,7%. Das Handelsgeschäft legte sogar 13,6% zu. Die Bank macht hierfür vor allem die positive Entwicklung an den Aktienmärkten verantwortlich. Zudem hätten Kunden deutlich mehr Devisentransaktionen durchgeführt.

Aufwand steigt leicht

Beim Geschäftsaufwand steht ein leichtes Plus von 2,7% auf 168,8 Mio. Fr. Aufgrund der grösseren Ertragszunahme verbesserte sich das Kosten/Ertrags-Verhältnis (Costa-Income-Ratio) auf 45,2% von 46,0%.

Die verwalteten Vermögen wuchsen auf 23,2 Mrd. Fr. Zudem überstieg das Depotvermögen erstmals die Schwelle von 10 Mrd. Fr. Auch beim Neugeld konnte die Bank positive Impulse setzen. Innert Jahresfrist flossen netto 1,3 Mrd. Fr. neu zum Institut (+23,4%). Auch im Hypothekargeschäft legte das Volumen deutlich zu, das Plus betrug 5,7% auf 21,7 Mrd. Fr.

Für das laufende Jahr rechnet die TKB mit einem leicht tieferen Unternehmenserfolg als 2021. Vor allem das anhaltende Tiefzinsniveau, die Entwicklung der Börsen und die Corona-Pandemie seien Unsicherheitsfaktoren.

Die komplette Historie zu Thurgauer KB finden Sie hier.»