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ThyssenKrupp gewinnt dank Stahlboom

Der Industriekonzern steigert wegen höherer Stahlpreise den Gewinn, kämpft aber gleichzeitig mit hohen Rohstoffkosten.

(Reuters) ThyssenKrupp (TKA 8.21 -0.19%) hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2021/22 dank gestiegener Stahlpreise zugelegt, kämpft aber mit hohen Rohstoffkosten. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei von Januar bis Ende März auf 802 Mio. € von zuvor 220 Mio. € gestiegen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Die Stahlsparte konnte ihr operatives Ergebnis auf 479 Mio. € von 47 Mio. € verzehnfachen. ThyssenKrupp hob für den Gesamtkonzern die Prognose an und erwartet nun im Geschäftsjahr ein bereinigtes Ebit von mindestens zwei Mrd. € statt bislang 1,5 bis 1,8 Mrd. €. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte ThyssenKrupp ein 796 Mio. € erzielt.

Der vom Markt viel beachtete Free Cashflow vor M&A lag im zweiten Quartal bei minus 772 Mio. € nach zuvor minus 750 Mio. €. Die stark gestiegenen Rohstoff- und Materialpreise sowie verzögerte Kundenabrufe hätten zu einem temporären, stark preisgetriebenen Aufbau des Umlaufvermögens geführt. ThyssenKrupp hatte im März die Cashflow-Prognose ausgesetzt und rechnet nun nach einem Fehlbetrag von 1,3 Mrd. € mit einen negativen Wert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Ursprünglich hatte der Konzern einen ausgeglichenen Wert erwartet.

«Die dynamische Entwicklung bei den Rohstoff- und Materialpreisen belasten derzeit unseren Cashflow», erklärte Finanzchef Klaus Keysberg. Der Konzern gehe aber davon aus, dass sich die Lage in den Folgequartalen verbessern werde. «Die Rückkehr zu einem positiven Free Cashflow vor M&A bleibt unser vorrangiges Ziel.» Daher sei es wichtig, die Leistungsfähigkeit der Geschäfte weiter zu verbessern.

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