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ThyssenKrupp will Lift-Geschäft profitabler gestalten

Die Aufzugssparte soll verkauft werden. Die operative Umsatzrendite soll 2020/21 auf 11,5 bis 13% steigen.

(Reuters) Der kriselnde Thyssenkrupp-Konzern rührt vor dem Verkauf oder Börsengang der Aufzugssparte noch einmal kräftig die Werbetrommel. Das Geschäft solle profitabler, die Kosten gesenkt und das margenstarke Servicegeschäft ausgebaut werden, teilte der Konzern anlässlich einer Investorenkonferenz am Mittwoch in London mit. Die operative Umsatzrendite (bereinigte Ebit-Marge) soll im Geschäftsjahr 2020/21 auf 11,5 bis 13,0 Prozent steigen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte sie 11,4 % betragen. Die Verwaltung der Sparte soll schlanker aufgestellt und die Kosten in den nächsten Jahren um 80 Mio. € gesenkt werden. Der Konzern will die lukrative Sparte ganz oder in Teilen verkaufen oder an die Börse bringen. Die Entscheidung solle im ersten Quartal 2020 fallen, bekräftigte das Management am Mittwoch.

«Wie attraktiv unser Elevator-Geschäft ist, zeigen die ersten indikativen Angebote von Finanz- und strategischen Investoren im Rahmen des laufenden Verkaufsprozesses», betonte Konzern-Finanzchef Johannes Dietsch. «Am Ende werden wir uns für die Option entscheiden, die für den Konzern, seine Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter, aber auch für das Aufzuggeschäft das Beste ist.» Experten haben den Wert von Thyssenkrupp Elevator auf über 15 Mrd. € geschätzt. Im Rennen sind nach Reuters-Informationen unter anderem der finnische Konkurrent Kone (KNEBV 51.82 0.58%) und eine Reihe von Finanzinvestoren.