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ThyssenKrupp peilt höheren Gewinn an

Der Industriekonzern verbessert sich stetig und möchte im neuen Jahr mit besseren Zahlen in der Stahlsparte einen Gewinn von rund 1 Mrd. € erzielen.

(Reuters) ThyssenKrupp (TKA 9.97 +0.48%) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sein Ergebnis deutlich verbessert und will sich nun zu vergangenen Gewinnhöhen aufschwingen. Der operative Gewinn soll unter anderem dank besserer Zahlen der Stahlsparte im Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende September) auf 1,5 bis 1,8 Mrd. € in etwa verdoppelt werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Unter dem Strich peile ThyssenKrupp einen Jahresüberschuss von mindestens einer Milliarde Euro an – dies wäre der höchste Nettogewinn seit dem Geschäftsjahr 2007/08. Im abgelaufenen Jahr fiel nach Anteilen Dritter noch ein Verlust von 109 Mio. € an, so dass es erneut keine Dividende geben soll. Konzernchefin Martina Merz setzt den Umbau fort. Das Wasserstoff-Geschäft könnte mit einem Minderheitsanteil an die Börse gebracht und die Stahlsparte in die Eigenständigkeit überführt werden.

«Die Trendwende ist erkennbar, es geht in die richtige Richtung bei ThyssenKrupp», sagte Merz. Die Performance habe sich deutlich verbessert. «Diesen Schwung wollen wir mitnehmen in die nächste Phase unserer Transformation, um in unseren Geschäften auch wieder profitabel zu wachsen.» Der Halbleitermangel und die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie seien aber weiter grosse Herausforderungen.

Die Stahlsparte bleibt weiter Dreh- und Angelpunkt für die Bilanz. Mit einem operativen Gewinn von 116 Mio. € schnitt sie deutlich besser ab als im Vorjahr, das mit einem Verlust von 820 Mio.  € den Gesamtkonzern belastete. Im neuen Jahr peile die Sparte eine weitere signifikante Ergebnisverbesserung an. Ob und wie lange sie noch im Konzern bleibt, ist offen. «Neben der Vorbereitung der üblichen Carve-out-Themen prüft ThyssenKrupp im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, unter welchen Bedingungen der Stahlbereich in die Eigenständigkeit überführt werden kann.»

Für die Wasserstoff-Tochter Uhde Chlorine Engineers (UCE) sind die Überlegungen schon weiter. «Das Unternehmen prüft deshalb intensiv, wie das Wasserstoffgeschäft bestmöglich weiterentwickelt werden kann. Aktuell plant ThyssenKrupp einen Börsengang als Vorzugslösung. In jedem Falle würde Thyssenkrupp eine Mehrheit am Geschäft behalten.»

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