Unternehmen / Ausland

ThyssenKrupp zerlegt sich selbst

Der Industriekonzern hält nach den Worten von Chefin Martina Merz beim Stahlgeschäft auch die Abgabe der Mehrheit für möglich.

(Reuters) Nach dem rasanten Niedergang der vergangenen Jahre zerlegt Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz den Konzern in gute und schwache Geschäfte. Selbst die Zukunft der traditionsreichen Stahlsparte als Teil des Konzerns steht infrage. «Wir haben selber keine Denkverbote mehr», betonte die Managerin am Dienstag bei der Vorstellung der neuen Strategie. Bei Thyssenkrupp Steel Europe würden alle Optionen geprüft – neben der Fortsetzung in Eigenregie auch eine Fusion, eine Übernahme oder die Abgabe der Mehrheit. Damit rüttelt Merz an den Wurzeln des über 200 Jahre alten Ruhrkonzerns. Aber nicht nur in Duisburg – dem grössten Stahlstandort Europas – laufen die Geschäfte derzeit schlecht. Thyssenkrupp schreibt insgesamt hohe Verluste und kämpft mit einem Schuldenberg. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?