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Unternehmen / Schweiz

Schwacher iPhone-X-Absatz belastet AMS

Die Aktien des Sensorherstellers AMS sacken am Mittwochmorgen ab. Das iPhone X des Grosskunden Apple verkaufe sich schlechter als erwartet.

(AWP) Die Aktien des Sensorenherstellers AMS (AMS 85.74 0.87%) sacken am Mittwoch an der Schweizer Börse SIX ab. Die Titel leiden laut Händlern unter Medienberichten aus Asien, wonach sich das iPhone X des Grosskunden Apple (AAPL 177 -0.82%) schlechter als erwartet verkauft. AMS gilt als Zulieferer des 3D-Sensors für die Gesichtserkennung des genannten Smartphones. Die Sorgen um den kommerziellen Erfolg des neuen Apple-Flaggschiffprodukts lasten auch auf den Titeln anderer europäischer Chiphersteller.

Gegen 9.45 Uhr notieren AMS an einem insgesamt freundlichen Aktienmarkt (SPI (SXGE 10970.62 0.18%) +0,3%) um rund 9,5% im Minus bei 87.90 Fr. Allerdings haben sich die Titel seit Anfang Jahr von einem Kurs von rund 28 Fr. noch immer mehr als verdreifacht. Die Handelsvolumen zeigen sich am Mittwoch recht hoch. In den ersten 40 Handelsminuten sind bereits rund 385’000 Titel umgesetzt worden, dies bei einem durchschnittlichen Volumen von rund 830’000 Titeln.

Stein des Anstosses ist ein Artikel in der taiwanesischen Wirtschaftszeitung «Economic Daily News», wonach der US-Elektronikkonzern Apple seine Absatzerwartungen für das iPhone X für das laufende Quartal auf 30 von 50 Mio. Geräten zusammengestrichen habe. Im Artikel berief sich der Autor auf Aussagen taiwanesischer Zulieferunternehmen. Unter anderem betreibt auch die bekannte chinesische Foxconn Fabriken in Taiwan.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge haben erste Analysten damit begonnen, ihre Absatzschätzungen für das im Hochpreissegment angesiedelte iPhone X um 5 bis 10 Mio. Geräte zu kürzen. Die Aktien asiatischer Zulieferer wie Largan wurden in den letzten Tagen mit Kursverlusten zwischen 5 und 8% für die jüngsten Entwicklungen rund um das Jubiläums-Smartphone abgestraft.

Die rückläufigen Absatzerwartungen für das iPhone X könnten nun auch jene des Sensorenherstellers AMS in Mitleidenschaft ziehen, wird am Markt befürchtet. Wie es in Expertenkreisen heisst, dürfte die Abhängigkeit des Zuliefers AMS vom Grosskunden Apple mit der im letzten Jahr vollzogenen Übernahme von Heptagon noch gestiegen sein. AMS stellt unter anderem den 3D-Sensor für die Gesichtserkennung des iPhone X her.