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Tiffany wird französisch

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH und der US-Edeljuwelier einigen sich auf den Kaufpreis von 135 $ je Aktie.

(Reuters/MEI) Der französische Luxusgüterkonzern wird den US-Edeljuwelier Tiffany übernehmen. Je Aktie sei ein Kaufpreis von 135 $ vereinbart worden, teilte LVMH (MC 383.2 -5.34%) am Montagmorgenmit. Damit wird die Traditionsmarke mit insgesamt 16,2 Mrd. $ bewertet. Der Deal soll bis Mitte kommenden Jahres über die Bühne gehen.

Mit dem Kauf von Tiffany würde der weltgrösste Luxusgüterkonzern, der unter seinen 75 Marken solche wie Louis Vuitton, Möet & Chandon und Christian Dior besitzt, auch im Schmuckwarenbereich zur globalen Nummer eins aufsteigen. Bislang hatte diese Position der Schweizer Konkurrent Richemont (CFR 67.98 -5.71%) inne. Mit dem Zukauf würde sich der Umsatz von LVMH im Schmuckwarenbereich nahezu verdoppeln.

LVMH hatte ihr Angebot für Tiffany mit einem Volumen von ursprünglich 14,5 Mrd. $ im Oktober bekanntgegeben. Nach einer Erhöhung gewährte Tiffany den Franzosen zuletzt Einblick in ihre Bücher (Due Diligence).

Der amerikanische Edeljuwelier wurde 1837 von Charles Lewis Tiffany gegründet und umfasst heute mehr als 300 Boutiquen weltweit. Bekannt wurde der Schmuckhersteller durch den Film «Breakfast at Tiffany’s», in dem Audrey Hepburn die Hauptrolle spielte.