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Tipps für das Versteuern von Aktien & Co.

Besitzen Sie Aktien, Kryptowährungen oder Obligationen, dann sollten Sie beim Ausfüllen der Steuererklärung Folgendes beachten.

Ivo Ruch

Etwas ist ganz einfach beim Versteuern von Wertschriften: Es betrifft jede und jeden. Denn bei diesem Teil der Steuererklärung müssen auch Privat- und Sparkonten deklariert werden, selbst solche im Ausland. Das Sparbuch für den eigenen Nachwuchs oder das Patenkind gehört genauso dazu. Übersteigt der Zinsertrag 200 Fr., unterliegt er der Verrechnungssteuer von 35%. Sie kann zurückgefordert werden.

Es wird aber rasch komplizierter: Zum Wertschriften- und Guthabenverzeichnis zählen auch Aktien, Obligationen, Kryptowährungen oder Lottogewinne. Aufzuführen sind ferner sämtliche Formen von Darlehen, auch zinslose. Wer selbst eine Firma besitzt, muss seine Anteile ebenfalls als Wertschriften erfassen, ebenso wie allfällige Kontokorrentguthaben. Der Anteil am Erneuerungsfonds von Stockwerkeigentum gilt auch als Guthaben. Säule-3a- oder Freizügigkeitskonten unterliegen hingegen nicht der Vermögenssteuer.

Gewerbsmässig oder nicht?

Für Anleger am wichtigsten sind die Fragen rund um Kapitalgewinne und Kapitalerträge. Vereinfacht gesagt: Gewinne aus dem Aktienhandel müssen nicht versteuert werden, Dividenden schon. Allerdings haben beide Themen ihre Tücken. Aktiengewinne sind zwar steuerfrei. Es kommt aber immer wieder vor, dass die Behörde Privatpersonen als gewerbsmässige Händler einstuft. Dann sind die Gewinne als Einkommen zu versteuern. Das Problem dabei: Die Regeln sind schwammig, und nicht alle Kantone gehen gleich konsequent vor (vgl. Interview unten). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?