Unternehmen / Konsum

Die Titlis-Bahnen leiden

Analyse | Die Bahnbetreiberin verbucht wegen der Coronakrise einen hohen Verlust und fährt in eine unsichere Zukunft.

Die Titlis-Bahnen verzeichneten im Coronajahr einen historischen Einbruch. Der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende Oktober) gut die Hälfte. Der Verlust war mit 19,6 Mio. Fr. happig. Auf eine Dividende wird deshalb verzichtet.

Knapp 600 000 Passagiere besuchten das Ausflugsgebiet am Titlis. Im Jahr zuvor waren es doppelt so viele gewesen. Das Geschäftsjahr 2019/20 begann gut, aber bereits im Januar 2020 erliessen die chinesischen Behörden ein Verkaufsverbot für Pauschalreisen, was einem Reiseverbot gleichkam. Auf dieses Gästesegment ist die Touristikgruppe angewiesen. Mitte März kam der fast dreimonatige Shutdown. Der Verlust konnte nicht mehr wettgemacht werden, trotz Kostensenkungen mit Kurzarbeit, Auflösung von Saisonverträgen. 13 Angestellte wurden entlassen. Der Betriebsaufwand wurde 30% auf 33 Mio. Fr. gekürzt. Die Abschreibungen stiegen auf 24,2 Mio. Fr. Darin ist eine Abschreibung auf das Projekt Titlis 3020 von 4,7 Mio. Fr. enthalten. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?