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Diese Variation der Buchwertanalyse wurde 1969 vom Yale-Ökonomen und Nobelpreisträger James Tobin entwickelt. Die Tobin’s Q-Ratio stellt den Unternehmenswert (Enterprise Value, EV, einfach definiert als Börsenkapitalisierung plus Nettoschulden) ins Verhältnis zum Wiederbeschaffungswert aller Aktiven einer Gesellschaft. Eine Q-Ratio von 1 bedeutet theoretisch, dass ein Unternehmen fair bewertet ist: Der Enterprise Value entspricht genau dem Betrag, der ausgegeben werden müsste, um das Unternehmen exakt nachzubauen. Die mittlere Q-Ratio für den US-Aktienmarkt seit 1900 beträgt 0,63, mit Schwankungen zwischen 0,3 und 1,6. Das scheinbare Paradox, dass der Markt im langfristigen Mittel mit 0,63 und nicht mit der «fairen» Q-Ratio von 1 bewertet wird, wird damit erklärt, dass die meisten Unternehmen den Wiederbeschaffungswert ihrer Anlagen überschätzen. Die Ökonomen Andrew Smithers und Stephen Wright haben nachgewiesen, dass die Q-Ratio keine Aussagekraft in der Analyse einzelner Unternehmen besitzt, weil immateriellen Anlagen kaum ein Wiederbeschaffungswert zugeordnet werden kann. Hingegen besitze die Formel hohe Aussagekraft in der Bewertung des Gesamtmarktes.