Unternehmen / Ausland

TomTom sucht seinen Weg

Der einstige Navi-Hersteller will seine Kartendaten versilbern. Doch der Umbau braucht noch Zeit.

Mit seinen 28 Jahren ist TomTom ein Dinosaurier in der Navigationsbranche – einer, der kurz vor dem Aussterben steht. «Wir wurden durch Smartphones aufgehalten», sagt Mike Schoofs, zuständig für das Privatkundengeschäft bei den Niederländern. Für einen Abgesang ist es dennoch zu früh. «Wir haben eine klare Zukunft: Navigation und Technologie.» Das TomTom-Management habe das Geschäftsmodell komplett gedreht. Die Zukunft liegt laut Schoofs in der Versorgung mit Navi-Daten, vor allem für autonom fahrende Wagen. Das könnte gelingen.

TomTom wurde 1991 in den Niederlanden gegründet. Zunächst entwickelten die Gründer Software für die noch junge Gattung der Personal Digital Assistants (PDA), die Vorläufer der Smartphones, damals noch ohne Mobilfunkverbindung. Zehn Jahre nach Gründung präsentierte das Unternehmen sein erstes Gerät: den Navigator. Möglich wurde das, weil die Daten zur Ortung über Satellit vom Militär nicht mehr künstlich verschlechtert wurden. Jeder konnte sich ab dann den Weltatlas auf einem kompakten High-Tech-Gerät an die Windschutzscheibe kleben.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare