Unternehmen / Finanz

Eftychia Fischer: eine Physikerin bei der Kantonalbank

Auf Umwegen ist die künftige Präsidentin der BCV in der Finanzbranche gelandet. Unterschiedliche Karriereverläufe sieht sie als Plus.

Diversität ist für sie ein Schlüssel zum Erfolg. Für Eftychia Fischer erschöpft sie sich jedoch nicht einfach im Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern, insbesondere wenn es um die Zusammensetzung eines Verwaltungsrates geht. Für die designierte Verwaltungsratspräsidentin der Banque Cantonale Vaudoise (BCV), die über langjährige Erfahrung in solchen Gremien verfügt, ist es wichtig, dass neben Frauen und Männern unterschiedliche Karrieren, Nationalitäten ebenso wie eine breite Altersstruktur vertreten sind.

Eine solch diverse Sichtweise auf die Welt bringt auch die Siebenundfünfzigjährige selbst mit sich. Anfang der Achtzigerjahre hat die griechisch-schweizerische Doppelbürgerin in London Physik, genauer das Verhalten von Oberflächen, studiert. Nach dem Abschluss arbeitete sie zuerst im britischen Verteidigungsministerium, zur Entwicklung von Tarnkappenflugzeugen.

Studium mit Bankjob finanzieren

Den Weg in die Finanzbranche fand sie eher zufällig: «Ich wollte mir mein Doktorat finanzieren. Dafür gab es bei einer Bank bessere Möglichkeiten als bei der Arbeit als Physikerin», erinnert sie sich. Damals war es in der «Financial Times» üblich, dass bei Stelleninseraten auch das Gehalt angegeben wurde. Also setzte sie sich hin und verfasste Bewerbungsschreiben. Sinngemäss stand darin, sie habe weder von dem betreffenden Unternehmen noch von der Finanzbranche viel Ahnung, würde aber sehr gerne das ausgeschriebene Gehalt verdienen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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