Unternehmen / Finanz

Urgestein verlässt Credit Suisse

Christoph Brunner, bis vor kurzem noch ein Anwärter auf Top-Positionen, verlässt die Grossbank.

Christoph Brunner verlässt Credit Suisse (CSGN 9.90 +1%). Der Leiter des Private Banking & Wealth Management in der Schweiz hat offensichtlich keinen Platz mehr im neuen Team der Credit Suisse, hat «Finanz und Wirtschaft» vernommen.

Der Manager werde noch in seiner Funktion verbleiben, bis ein Nachfolger bestimmt sei, bestätigt ein Sprecher Brunners Abgang. Dies gewährleiste einen reibungslosen Übergang.

Der neue CEO der Credit Suisse, ­Tidjane Thiam, hat vorletzte Woche die neuen Spitzenleute für die einzelnen Konzernbereiche vorgestellt. Mit der Führung der neu geschaffenen Schweizer Universalbank hat er Thomas Gottstein beauftragt. Dieser leitete zuletzt das Schweizer Geschäft für Superreiche und externe Asset Manager. Seine Karriere startete der neue Chef 1999 als Investmentbanker bei Credit Suisse mit einem Fokus auf den Aktienkapitalmarkt.

Gottstein, der am 22. Oktober neu die Leitung der Schweizer Universalbank übernahm, stellt nun seine zweite Führungsebene zusammen – offensichtlich ohne Brunner, der seit achtzehn Jahren für Credit Suisse gearbeitet hat.

Brunner hatte vor einem Jahr das neue Pricing- und Beratungsmodell unter der Bezeichnung Credit Suisse Invest und die Bonviva-Pakete für das Retail-Segment aufgebaut. Dies als Antwort auf das UBS (UBSG 14.82 +1.93%) Advice genannte Angebot der Lokalrivalin.

Hans-Ulrich Meister, der ehemalige Co-Leiter Private Banking und Wealth Management sowie CEO Region Schweiz, verlässt Credit Suisse dem Vernehmen nach sofort. Dies im Gegensatz zu anderen Konzernleitungsmitgliedern, wie Pamela Thomas-Graham und Robert Shafir, die beide andere Jobs in der Bank angenommen haben.

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