Wo sind die «Hotspots» des Welthandels? Dort, wo am meisten Schiffscontainer umgeschlagen werden. Der Befund ist klar: Ostasien, besonders China, ist die Werkbank der Welt, und an seinen Küsten werden folgerichtig die grössten Volumen für die Seefracht geladen und gelöscht. Deutlich voraus liegt, gemäss den Zahlen des Branchenverbands World Shipping Council, der Hafen von Schanghai, wo im vergangenen Jahr 43,5 Mio. TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit, dt. Standardcontainer) durchliefen, gemessen am Vor-Corona-Jahr 2019 eine geringfügige Steigerung – generell blieben die Volumen in den grossen Containerhäfen 2020 trotz der Pandemie stabil. Immerhin kann sich Singapur, strategisch ideal am Südzugang der Malakka-Strasse gelegen, vor weiterer chinesischer Konkurrenz auf dem zweiten Platz behaupten. Gerade noch in die Top Ten schafft es, zu Europas Ehrenrettung, der Hafen von Rotterdam – doch nur mit einem Drittel des Volumens von Schanghai. Schon weiter hinten folgen Antwerpen und Hamburg (HH gleichauf übrigens mit L.A., dem grössten amerikanischen Containerhafen – allerdings lägen Los Angeles und der unmittelbar benachbarte, jedoch separate Hafen Long Beach addiert etwas vor Rotterdam). Den Containerhafen von Piräus übrigens hat 2016 die chinesische Staatsreederei Cosco übernommen. Er ist der westliche Endpunkt von Pekings maritimer Seidenstrasse.