Unternehmen / Schweiz

Topmanager machen dick Kasse

Die Boni der Schweizer Konzernchefs schocken die Öffentlichkeit nicht mehr. Von allgemeiner Mässigung ist aber keine Rede. Die Auswirkungen von Corona werden die Löhne dieses Jahr in Schach halten.

Manager hatten es schon besser. Zeiten wie vor zehn Jahren, als der damalige CEO der Credit Suisse, Brady Dougan, 71 Mio. Fr. aus einem Bonusprogramm nach Hause trug und die Schweizer Öffentlichkeit schockte, sind passé – oder doch nicht? Für Christoph Volonté, Leiter Corporate Governance bei Inrate, war 2019 ein lohnmässig «unauffälliges» Jahr. CEO von Schweizer Blue Chips verdienten im Schnitt etwas mehr als im Vorjahr, aber klar weniger als 2014, als die Minder-Initiative in Form der ­VegüV in Kraft trat. «Seit 2014 ist der Swiss Performance Index rund 60% gestiegen. Die Gehälter haben diese Bewegung nicht mitgemacht», sagt Volonté. Auch für Alexander Wagner, Professor am Swiss Finance ­Institute, steht fest: «Seit Einführung der VegüV gibt es immer weniger Unternehmen mit unerklärbar hoher CEO-Vergütung.» Erledigt ist das Thema damit nicht. «Die Komplexität der Systeme ist immer noch gigantisch. Sogar Fachleute haben Probleme, sie zu verstehen», sagt Wagner.

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