Märkte

Tourismus auf der Intensivstation

Der Stillstand der internationalen Reiseströme hat fatale Folgen für den Fremdenverkehr. Die Betriebe in der Schweiz hoffen nun auf Gäste aus dem Inland.

Sommerzeit ist Reisezeit. Doch dieses Jahr ist alles anders. Selbst die vorsichtigen Grenzöffnungen ändern nichts daran, dass der Tourismus beinahe zum Stillstand gekommen ist. Die Welttourismusorganisation rechnet für das laufende Jahr mit 58 bis 78% weniger internationalen Ankünften, je nachdem wann die internationalen Reiserestriktionen gelockert werden – im vergangenen Jahr reisten noch 1,5 Mrd. Menschen. Daraus resultiert ein Wertschöpfungsverlust von 910 Mrd. bis 1,2 Bio. $, 120 Mio. Arbeitsstellen sind betroffen.

Für die Schweizer Tourismusbranche rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit einem Umsatzrückgang von 35%. Während eine «zögerliche» Erholung bereits in der zweiten Jahreshälfte einsetzen werde, sei mit einer gänzlichen Entspannung auf globaler Ebene erst 2022 zu rechnen. Wichtig sei dabei das Sicherheitsgefühl, sagte Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung im Seco, an einer Pressekonferenz: Gereist wird erst wieder, wenn die Unsicherheit bezüglich gesundheitlicher Risiken überwunden sei.

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