Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Nachhaltig investieren
Unternehmen / Finanz

Transparenz lässt weiter auf sich warten

Die EU will Greenwashing verhindern und neue Standards für nachhaltiges Anlegen schaffen. Privatanleger müssen sich dafür noch gedulden.

Wie viele Tonnen Abfall lassen sich mit 10‘000 € einsparen, wie viele Liter Wasser wieder aufbereiten? Dass sich Werbung mit der Wirkung eines Investments als problematisch erweisen kann, musste Anfang Jahr auch die deutsche DekaBank feststellen. Das Finanzinstitut musste einen entsprechenden «Impact Rechner» nach einer Klage vom Netz nehmen. Moniert wurde, dass sich die realen Auswirkungen einer Geldanlage nicht derart konkret beziffern lassen. Noch fehlen belastbare Messgrössen, wie auch die Bank selbst eingeräumt hat.

Derartiges Greenwashing, bei dem Finanzprodukte grüner erscheinen, als sie tatsächlich sind, soll nun auf europäischer Ebene verhindert werden. Im stark wachsenden Markt für Anlagen, die die sogenannten ESG-Kriterien befolgen (Umwelt, Soziales, Gute Unternehmensführung), ein wichtiger Schritt. «Aktuell fehlt es an Standards für nachhaltiges Anlegen. Das sorgt für massive Verwirrung bei Anbietern wie Anlegern», sagt Tillman Lang, Gründer von Inyova, dem ersten auf Impact Investing spezialisierten Schweizer Robo Advisor.

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