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Treuer Begleiter

Der Mensch beobachtet den Mond seit Urzeiten. Ganz klug ist er aus dem Trabanten unseres Planeten noch immer nicht geworden, auch nicht ein halbes Jahrhundert nach dem ersten Besuch «da oben».

Mond und Moneten hängen zusammen. Wie die meisten alten Zivilisationen massen die Sumerer, im heutigen Irak, die Zeit in zwölf Mondmonaten. Jedes zweite oder dritte Jahr schalteten sie einen zusätzlichen Monat ein, um den Kalender mit dem Sonnenjahr in Einklang zu bringen. Um 1800 v. Chr. verfügte König Hammurabi, dass in einem Schaltmonat die für den folgenden «normalen» Mondmonat fälligen Steuern vorgängig einzuziehen seien.

Die Bewegungen der Gestirne, besonders von Sonne und Mond, waren für die Menschen seit jeher wie ein himmlisches Uhrwerk: rätselhaft zwar, doch gesetzmässig und berechenbar. Unseren Ahnen bot der Nachthimmel, mit dem Mond als Hauptakteur, eine Schau, aus der sie handfeste Erkenntnisse zogen, so etwa wann es Zeit war für die Aussaat. Zugleich erklärten sie sich das erhabene Getriebe am Firmament in Mythen: Sonne, Mond und Sterne mussten göttlich sein. Naturwissenschaft und Religion waren eins.

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