Unternehmen / Schweiz

Trifork wird Mitglied im SPI

Die IT-Spezialistin lässt sich nach Kopenhagen nun an der SIX kotieren. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss mehr.

Nach dem ersten Listing am Nasdaq Kopenhagen Ende Mai lässt sich Trifork nun auch an der SIX kotieren. Als erster Handelstag ist der Montag, 28. Juni, vorgesehen. Die Aktien sollen am Folgetag in den breiten Schweizer Marktbarometer, den Swiss Performance Index (SPI (SXGE 15'901.74 +0.16%)), aufgenommen werden.

Es handelt sich dabei nicht um einen klassischen Börsengang, sondern um ein Listing. Es werden also keine neuen Aktien dem Publikum angeboten. Alle rund 19,7 Mio. Aktien sollen an der SIX in den Handel kommen. Der Gründer und CEO von Trifork, Jörn Larsen, bleibt mit 19,3% des Aktienkapitals grösster Aktionär.

Das in Schindellegi basierte Unternehmen bringt es auf eine Marktkapitalisierung von 522 Mio. Fr. Die Aktien handeln aktuell mit rund 180 dKr. und bewegen sich damit nicht weit von der Erstnotiz vom 27. Mai bei 175.50 dKr. Die anfänglichen, deutlichen Kursgewinne konnten also nicht gehalten werden (vgl. Chart).

Trifork wurde 1996 gegründet, zählt rund achthundert Mitarbeitende und ist in elf Ländern in Europa und Nordamerika tätig. Als Software-Anbieterin ist das Unternehmen in den Bereichen Fintech, Healthcare-IT und Gebäudetechnik tätig, zudem ist Trifork auch als Wagniskapitalgeberin aktiv und an siebzehn Start-ups beteiligt. Gemäss eigenen Angaben war 2020 das beste Jahr seit der Unternehmensgründung 1996.

Mit Trifork erhält die Schweizer Börse ein weiteres Mitglied in der vergleichsweise untervertretenen Gruppe der Software- und IT-Werte. Kotierte Schweizer Konkurrenten hat Trifork keine. Vergleichbare Branchennachbarn sind Unternehmen wie Crealogix (CLXN 121.00 -2.81%), SoftwareOne (SWON 19.02 +1.82%) oder Temenos (TEMN 115.85 -1.61%). Auf die Bewertung der Trifork-Aktien dürfte das Listing an der SIX keinen Einfluss haben. Diese hat bereits bei und im Vorfeld der Erstkotierung in Kopenhagen stattgefunden.