Märkte / Makro

Trübe Prognosen für Weltkonjunktur

Die Trendwende in der globalen Geldpolitik sowie die Spannungen im Welthandel machen sich immer deutlicher bemerkbar.

Die schlechten Nachrichten von der globalen Konjunkturfront häufen sich. Nicht nur hat Deutschland – wichtigster Wachstumsmotor Europas – die erste Kontraktion des Bruttoinlandprodukts (BIP) seit dreieinhalb Jahren erlitten. Mit Japan ist im dritten Quartal gleich eine weitere bedeutende Volkswirtschaft geschrumpft. Zwar spielen in beiden Fällen Sonderfaktoren eine massgebliche Rolle – namentlich der Automobilsektor respektive die Kumulierung mehrerer Naturkatastrophen. Die Hoffnung auf einen sich fortsetzenden synchronen Weltwirtschaftsaufschwung, die besonders im vergangenen Jahr noch spürbar war, muss dennoch fürs Erste begraben werden.

Die Eintrübung der Weltkonjunktur kommt allerdings nicht ganz überraschend. Frühindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes (Purchasing Managers Index, PMI) deuteten bereits seit Anfang Jahr auf eine Abkühlung hin. So hatte sich der nach Wirtschaftsleistung gewichtete PMI fast stetig ermässigt und markierte Oktober mit 52,1 den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

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Leser-Kommentare

Tobias Schait 20.11.2018 - 09:57
Die Weltkonjunktur ist robust und die Zinsen werden in den U.S.A. kaum weiter steigen. Die Staatsschulden sind zu hoch. Die FED wird nicht durch eine zu restriktive Geldpolitik die Konjunktur dämpfen, sondern mit Augenmass den Gegebenheiten anpassen. Crashpropheten und Konjunkturwarner werden jetzt aber gelesen, weil die längst fällige gesunde Korrektur der Technologiepapiere und hoch bewerteten U.S. Börse eintrifft. Wie der… Weiterlesen »