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Trump entlässt Justizminister

US-Justizminister Jeff Sessions tritt auf Wunsch von Präsident Donald Trump zurück. Der Schritt nur einen Tag nach den Zwischenwahlen überrascht nicht.

Der amerikanische Justizminister Jeff Sessions ist auf Wunsch von Präsident Donald Trump zurückgetreten. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Brief hervor, den Sessions an den Präsidenten adressiert hatte.

Der Schritt überrascht nicht. Sessions stand auf der Liste der möglichen Entlassungen im Kabinett von Trump ganz oben. Die Kündigung nach den Zwischenwahlen wurde erwartet.

Offene Feindseligkeit

Die Beziehung zwischen Trump und Sessions ist seit langem von Animosität gezeichnet. Die Kritik von Trump an seinem Justizminister wurde in den vergangenen Monaten immer schärfer. Der Präsident mokierte sich wiederholt über Sessions und kritisierte ihn öffentlich.

Er sagte schon vor Monaten, dass er ihn gerne entlassen würde, hielt sich mit diesem Schritt aber bis nach den Zwischenwahlen zurück, um keine Wählerstimmen zu verlieren.

Trump konnte Sessions nicht verzeihen, dass er sich im März 2017 von den Ermittlungen zu einer möglichen russischen Einflussnahme auf die Wahl 2016 zurückgezogen hatte. Trump sagte damals, dass er dies nicht hätte machen sollen.

Was macht Mueller?

Die grosse Frage nun ist, wie es mit der Untersuchung von Robert Mueller bezüglich der russischen Einflussnahme weitergeht. Der stellvertretende Justizminister Rob Rosenstein ist für die Untersuchung verantwortlich.

Trump bedankte sich via Twitter (TWTR 33.15 0.73%) für die Dienste von Sessions und gab bekannt, dass Stabschef Matthew G. Whitaker ad interim übernehmen werde. Ein definitiver Nachfolger werde später bekannt gegeben. Als Kandidaten gehandelt werden unter anderem Lindsey Graham, Senator von South Carolina, und Chris Christie, ehemaliger Gouverneur von New Jersey.

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