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«Trump hat die Demokratie spürbar lädiert»

Yascha Mounk, Politikwissenschaftler der Universität Harvard, bezeichnet die Wahl von Joe Biden als Atempause. Gefahr von Populisten bestehe aber weiter.

Der demokratische Rechtsstaat ist laut Yascha Mounk keine Selbstverständlichkeit. Das habe unter anderem die Präsidentschaft von Donald Trump gezeigt. Mit der Wahl von Joe Biden haben sich die USA «zum Glück» gegen den autoritären Populisten ausgesprochen. Gebannt ist die Gefahr deswegen aber nicht. Die strukturellen Gründe für Trumps Wahl bestehen immer noch.

Herr Mounk, wie gross ist der Schaden an der US-Demokratie nach vier Jahren ­Präsidentschaft von Donald Trump?
Donald Trump hat die amerikanische Demokratie spürbar lädiert. Die Hoffnung, dass die Verfassung und die Gesetze es ihm unmöglich machen würden, politische Institutionen für sich zu vereinnahmen, hat sich als falsch erwiesen. Gleichzeitig hat die US-Demokratie den Kampf gegen den autoritären Populisten aber ­gewonnen. Wir haben weiter eine freie Presse. Die Gewaltenteilung ist trotz Angriffen auf die Unabhängigkeit wichtiger Institutionen bestehen geblieben, und zum Glück hat Joe Biden die Wahl gewonnen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Jean Ackermann 22.01.2021 - 15:34
Herr Mounk, sie sagen dass Trump die amerikanische Demokratie spürbar geschädigt hätte. Welche Demokratie meinen sie eigentlich, diese linkselitäre Demokratie einer Bürokratenschicht die die amerikanischen Medien völlig beherrschte und im Griff hatte. So im Griff dass wenn ein Journalist einmal einen eigenen “falschen” Gedanken äusserte er gleich geschasst wurde. Oder so eine Meinungsvielfalt zelebrierte dass ein gewählter amerikanischer Präsdent völlig… Weiterlesen »