Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Wef 2018
Märkte / Devisen

Trump will einen starken US-Dollar

Der US-Präsident hat in Davos die jüngsten Aussagen seines Finanzministers Steven Mnuchin relativiert und sich für einen starken Kurs der Währung ausgesprochen.

(AWP) US-Präsident Donald Trump hat am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos jüngste Aussagen seines Finanzministers relativiert und sich für einen starken Kurs des US-Dollar ausgesprochen. «Der Dollar wird stärker und stärker werden und letzten Endes will ich einen starken Dollar sehen», sagte Trump laut einem Vorabbericht zu einem am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC.

Vorherige Äusserungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin seien aus dem Kontext gerissen worden, sagte Trump. Mnuchin hatte sich zur Wochenmitte in Davos angesichts der jüngsten Dollar-Schwäche gelassen gezeigt und gesagt, dass sie den USA nütze.

Dadurch hatte der Finanzminister die jüngste Abwertung des Dollar noch beschleunigt. Trumps Aussagen gaben der Währung umgekehrt wieder Auftrieb.

Nach wie vor bleibt der Dollar aber auf dem schwächsten Niveau seit über drei Jahren. Ein Euro ist derzeit über 1,24 $ wert. Seit Trumps Amtsantritt vor gut einem Jahr hat die amerikanische Währung im Verhältnis zum Euro rund ein Fünftel ihres Wertes verloren und ist auch zu anderen wichtigen Währungen deutlich geschwächt.

Als Grund dafür nennen Experten Zweifel an der Wirtschaftspolitik Trumps, insbesondere an dem protektionistischen Kurs in der Handelspolitik. Anleger warten jetzt mit Spannung auf die am Freitag anstehende ausführliche Rede Trumps in Davos.

Weitere Artikel aus dem Dossier «Wef 2018»

Alle Artikel »

Leser-Kommentare