Märkte / Makro

Trumps vager Handelsdeal

Wenn US-Exporteure die Zielquoten in China überhaupt schaffen, bleiben die volkswirtschaftlichen Folgen in Europa begrenzt.

Das erste Abkommen im Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten ist seit einer Woche in Kraft. Und unter den grossen Handelspartnern der Volksrepublik wächst die Furcht, sie könnten zu den Verlierern gehören. Denn die Lieferanten müssen sich darauf einstellen, dass der «Deal» die Handelsströme nach Fernost erheblich umlenkt und somit Marktanteile zugunsten der USA verschiebt. Dies könnte sich durch eine Wachstumsabkühlung in China infolge des Coronavirus noch verstärken, warnen die Forscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW).

«Deutsche Exporteure leiden besonders unter dem jetzt in Kraft getretenen Phase-1-Handelsabkommen zwischen den USA und China», schreiben die IfW-Ökonomen, die diese Woche neue Berechnungen vorgelegt haben. Noch stärker könne es Brasiliens Sojabauern treffen. Die volkswirtschaftlichen Folgen werden sich aber in Grenzen halten. So wird die Wirtschaftsleistung in Europa oder anderswo durch den Handelsdeal kaum getroffen werden, wenn die Kieler Volkswirte mit ihren Berechnungen richtigliegen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?