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Tsai Ing-wen: Mit Kritik an Peking auf Erfolgskurs in Taiwan

Der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen ist dieses Wochenende die Wiederwahl gelungen. Die Unruhen in Hongkong kamen ihr im Wahlkampf gelegen.

Taiwans Wähler haben dieses Wochenende ein klares Signal gegen die Vorherrschaft Chinas und für ihre Präsidentin Tsai Ing-wen gesendet. Gemäss Hochrechnungen haben 57% der Taiwanesen für sie gestimmt, der Sieg ist ihr sicher.

Noch vor einem Jahr schien ein solcher Triumph unmöglich. Eine unpopuläre Rentenreform und ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum waren die Hauptgründe für Tsais schlechte Umfragewerte.

Auch ein durch das Parlament geboxtes Gesetz sorgte für Unmut. Als erstes Land im südostasiatischen Raum erlaubt Taiwan die Eheschliessung gleichgeschlechtlicher Paare – eine Neuerung, die gut zu Tais progressiver Agenda passt, aber Traditionalisten in Taiwan sauer aufstösst. Doch die Kritik an ihren Amtshandlungen ist nun nur noch Hintergrundgeräusch: Dank des veränderten innen- und aussenpolitischen Klimas ist Tsais Wiederwahl so gut wie sicher. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.