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Tsipras hält an Referendum fest

Der griechische Premier hat die Griechen in einer Fernsehansprache am Mittwoch erneut dazu aufgefordert, am Sonntag ein «Nein» in die Urne zu legen. Seine Reformvorschläge blitzen in Berlin ab.

(Reuters) Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seine Landsleute nachdrücklich aufgefordert, den Spar- und Reformforderungen der internationalen Gläubiger beim Referendum am Sonntag eine Absage zu erteilen. Ein «Nein» sei ein notwendiger Schritt, um eine bessere Einigung mit den Geldgebern zu erzielen, sagte Tsipras am Mittwoch in einer Fernsehansprache. Ziel sei eine wirtschaftlich tragfähige Vereinbarung. Bei der Abstimmung gehe es nicht um den Verbleib des Landes im Euro.

Vor diesem Hintergrund erteilte die Bundesregierung den Bemühungen der griechischen Regierung, eine Lösung vor der Volksbefragung am Sonntag zu finden, eine Absage. «Vor dem Referendum kann über kein neues Hilfsprogramm verhandelt werden», sagte Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch im Bundestag. Damit rückte sie auch von Frankreichs Staatspräsident François Hollande ab, mit dem sie bisher in der Hellas-Krise den Schulterschluss gesucht hat. Die Euro-Finanzminister wollten am Nachmittag über neue Vorschläge aus Athen beraten. Darin machte Regierungschef Alexis Tsipras Zugeständnisse, beharrte aber auch auf Forderungen wie einen Schuldenerlass.

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