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TUI soll Kapitalerhöhung erwägen

Europas grösstes Touristikunternehmen TUI richtet sich an die bestehenden Aktionäre. TUI erwägt eine Kapitalerhöhung von bis zu 1 Mrd. €.

(Reuters) TUI will einem Zeitungsbericht zufolge die Aktionäre zur Kasse bitten, um sein Finanzpolster in der Corona-Krise zu stärken. In den kommenden Wochen plane der weltgrösste Tourismuskonzern eine Kapitalerhöhung um 700 Mio. bis zu 1 Mrd. €, berichtete das «Handelsblatt» am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise. Bis spätestens Ende September wolle TUI-Chef Fritz Joussen die Konditionen festzurren. Abgesichert werden solle der Erfolg der Kapitalspritze durch den russischen Grossaktionär Alexej Mordaschow, der Aktien für bis zu 300 Mio. € kaufen wolle. Ein TUI-Sprecher sagte, man kommentiere keine Marktspekulationen.

TUI leidet extrem stark unter den Folgen der Coronavirus-Krise samt Reisebeschränkungen und weniger Flugverkehr. Das Unternehmen aus Hannover muss bereits mit rund 3 Mrd. € an Staatshilfen gestützt werden. Vorstandschef Joussen hatte im August angekündigt, TUI prüfe verschiedene Optionen, um eine optimale Bilanzstruktur zu bekommen. Dank der Staatshilfen sei das Thema Liquidität zwar vom Tisch. Aber man wolle die hohe Verschuldung drücken. Es sei noch zu früh zu sagen, wie hoch eine mögliche Kapitalerhöhung aussehen könnte.

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