Australien, das Vereinigte Königreich (UK), die USA = Aukus. So heisst das gerade eben aus der Taufe gehobene Militärbündnis der drei Staaten. Sein Kern ist die Lieferung fortgeschrittenster Nuklearantriebstechnologie an Australien, das damit acht neue U-Boote ausrüsten will. Atomar getriebene Unterseeboote können länger unter Wasser kreuzen als solche mit konventionellem Motor, sie sind schneller und können höhere Lasten mitführen. Der Düpierte ist die Regierung in Paris, die mit Canberra den Bau von zwölf dieselelektrisch angetriebenen U-Booten vereinbart hatte. Der Anschaffungspreis dieser Flotille stieg allerdings fortlaufend, u. a. wegen Verzögerungen, sodass sich der Umstieg auf U-Boote mit Reaktor zu rechnen begann. Hauptsächlich aber ist in den vergangenen Jahren das Misstrauen Australiens gegenüber China (das seine Marine rasant ausbaut) massiv gestiegen. Wie gross die verschiedenen U-Boot-Flotten sind, über alle Typen hinweg, ist nicht zweifelsfrei zu erheben – unterschiedliche Quellen geben unterschiedliche Zahlen an. Die Ungewissheit liegt auch daran, dass Diktaturen just in Militärfragen besonders intransparent sind. Diese Darstellung ist also nur – bzw. immerhin – annähernd richtig, sie bildet ungefähr die Grössenordnungen ab. Die Qualität der einzelnen Flotten ist ein anderes Thema. Australiens U-Boot-Macht wird klein bleiben, aber leistungsfähiger werden.