Unternehmen / Ausland

Uber-Rivale Lyft erholt sich von Coronakrise

Der US-Mitfahrdienst kann nach grossen Einbussen während der Coronakrise in den vergangenen Monaten den Umsatz wieder steigern.

(AWP) Nach heftigen Geschäftseinbussen in der Coronakrise hat der US-Fahrdienstvermittler Lyft (LYFT 52.18 -0.4%) sich im zweiten Quartal wieder berappelt. In den drei Monaten bis Ende Juni stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 125% auf 765,0 Mio. $ (645 Mio. €), wie Lyft am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Nachdem die Pandemie die Nachfrage nach Fahrdiensten vor einem Jahr zum Erliegen gebracht hatte, kehrten die Kunden nun in grossem Stil zurück. «Wir hatten ein grossartiges Quartal», verkündete Lyft-Mitgründer und -Vorstandschef Logan Green. Die Ziele seien in jeder Hinsicht übertroffen worden, das Geschäft gewinne an Schwung.

Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen zwar einen Quartalsverlust von 251,9 Mio. $, vor einem Jahr hatte er aber bei noch wesentlich höheren 437,1 Mio. gelegen. Erstmals seit Gründung im Jahr 2012 schaffte Lyft zudem ein bereinigtes positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Der Überschuss betrug zwar nur 23,8 Mio. $, Analysten hatten aber ein Minus erwartet.

Insgesamt lagen die Quartalszahlen deutlich über den Prognosen der Finanzexperten. Das kam bei den Anlegern gut an: Lyfts Aktien legten nachbörslich zunächst um rund 5% zu und zogen sogar den Kurs der Papiere des grösseren Rivalen Uber (UBER 39.75 +0.58%) mit ins Plus. Uber will seinen eigenen Geschäftsbericht für das abgelaufene Vierteljahr an diesem Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlichen.

Leser-Kommentare