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UBS: Erst 2022 positive SNB-Leitzinsen

Angesichts des Zollstreits zwischen China und den USA bleiben gemäss Ökonomen die Negativzinsen in der Schweiz stetig.

(AWP) Die Aussichten auf ein Ende des Tiefstzinsumfeldes in der Schweiz haben sich wieder eingetrübt. Die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 5260 0.57%)) dürfte ihre Leitzinsen angesichts der politischen Unsicherheit und der Handelsspannungen nach Ansicht der UBS-Ökonomen nicht vor 2022 in einen positiven Bereich bringen.

Noch Anfang Jahr waren die Ökonomen der UBS (UBSG 11.825 -0.8%) davon ausgegangen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und in ihrem Schatten auch die SNB Ende des laufenden Jahres ihre negativen Leitzinssätze Richtung null Prozent anheben könnten. Diesem Szenario hat aber die amerikanische Zentralbank Fed jüngst einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Diese habe in den letzten sechs Monaten eine rasante Kehrtwendung eingeleitet, sagte UBS-Chefökonom Daniel Kalt am Donnerstag an einer Medienveranstaltung. Hatte Fed-Chef Jerome Powell noch vor einem halben Jahr die Hoffnungen auf weitere Zinsenanhebungen geschürt, müsse nun nach seiner jüngsten Rede vor dem Kongress mit einer Zinssenkung Ende Juli im Umfang von 0,25 % gerechnet werden, so Kalt weiter.

Vor diesem Hintergrund habe sich das Zeitfenster sowohl für die EZB als auch die SNB für Zinsschritte in Richtung eines positiven Satzes für die nächsten zwei Jahre geschlossen, ergänzte der Ökonom.

Insgesamt wird die globale Wirtschafsentwicklung gemäss Kalt in der zweiten Jahreshälfte 2019 weiter durch den Handelsstreit zwischen den USA und China belastet werden. Dieser werde das Wirtschaftswachstum bremsen, eine Rezession sei aber nicht in Sicht, führte Kalt aus.

Für das Schweizer Bruttoinlandsprodukt (BIP) stellte der Ökonom in diesem Jahr ein Wachstum von 1,3 % und für das nächste von 1,6 % in Aussicht. Damit bestätigte er seine Ende Mai veröffentlichten Schätzungen.

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