Unternehmen / Finanz

UBS: In Paris steht viel auf dem Spiel

Heute Nachmittag fällt das Appellationsgericht in Paris sein Urteil gegen die Grossbank. 2019 wurde sie zu einer rekordhohen Strafe verurteilt.

Im Berufungsprozess gegen UBS wird heute Nachmittag das Urteil erwartet. Der Termin ist für 13.30 Uhr angesetzt, wie das Appellationsgericht in Paris auf Anfrage bestätigt hat.

Für die Grossbank steht viel auf dem Spiel. Wegen Geldwäsche und Beihilfe zur Steuerhinterziehung wurde UBS zu einer rekordhohen Strafe von insgesamt 4,5 Mrd. € verurteilt. Die Bank bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Der Berufungsprozess, der aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben wurde, fand im vergangenen März statt. Im Juni 2021 hat UBS eine Teilniederlage einstecken müssen. Das Berufungsgericht hat den Antrag der Bank wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte abgelehnt: UBS argumentierte, dass aufgrund des Sachverhalts anstatt einer Anklage wegen Geldwäscherei auch eine wegen Beihilfe zum Steuerbetrug hätte erfolgen können, was nach französischem Recht mit einer deutlich tieferen Busse bestraft wird.

Tiefere Busse ist möglich

Trotzdem gehen Juristen davon aus, dass im Falle eines Schuldspruchs heute Nachmittag die Höhe der Busse reduziert wird. Bereits bei der Verhandlung im vergangenen März hatte die Staatsanwaltschaft die geforderte Strafe verringert. Auf dem Tisch ist nun eine Strafzahlung von rund 2 Mrd. €, zuzüglich 1 Mrd. € Schadenersatz für den französischen Staat. 2014 hat die Grossbank bereits eine Kaution in der Höhe von 1,1 Mrd. € hinterlegt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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