Unternehmen / Finanz

UBS macht das Notwendigste

Analyse | Die Grossbank schliesst jede sechste Filiale. Die Aktien werden dadurch kaum attraktiver.

UBS will im ersten Quartal dieses Jahres 44 ihrer 240 Filialen im Land schliessen, also rund jede sechste. Entsprechende Medienberichte hat UBS-Schweiz-Chef Axel Lehmann in einem Interview mit der NZZ bestätigt. Es ist Lehmanns letzter Streich, Ende Monat wird er für Geschäftsleitungskollegin Sabine Keller-Busse Platz machen.

Die Schliessung von Filialen war absehbar. Gerade die Coronapandemie hat hier einen Trend beschleunigt, der seit Jahren besteht: Die Leute gehen immer weniger in die Filiale. «Unsere Kunden erledigen klassische Bankgeschäfte zunehmend über unsere digitalen Kanäle, und bargeldloses Zahlen gewinnt an Bedeutung», schreibt Lehmann in einem internen Memo, das FuW vorliegt. Nun würden primär kleinere Geschäftsstellen geschlossen, über die ganze Schweiz verteilt, vor allem aber im ländlichen Raum, wie es aus der Bank heisst. Bereits vergangenes Jahr hat UBS 28 Niederlassungen dichtgemacht.

Kaum Einsparungen

Die Zahlen mögen im ersten Moment nach substanziellen Einsparungen klingen, diese bleiben jedoch aus. Zwar sind 150 Mitarbeiter betroffen. «Dabei wird es im Moment zu keinen Entlassungen kommen», schreibt Lehmann allerdings. Alle sollen in der Bank weiterbeschäftigt werden. Neue Sparziele gibt es nicht. «Angesichts der Gesamtkosten der Gruppe sind die Einsparungen jetzt durch die Schliessung von Filialen vernachlässigbar», sagt Andreas Venditti, Bankanalyst von Vontobel. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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