Unternehmen / Finanz

UBS schraubt an der Investmentbank

Analyse | Auf den Zusammenschluss der Vermögensverwaltungseinheiten folgt die Reorganisation der Investmentbank, schrumpfen soll sie aber nicht.

Nach der Restrukturierung ist vor der Restrukturierung. Jetzt, da die Kernsparte Vermögensverwaltung – trotz oder wegen der Fusion zum Global Wealth Management – da und dort leichten Aufwind verzeichnet, weht eine scharfe Bise durch die Investmentbank. Sie bekommt neue Namen und neue Strukturen, was das Umsatzpotenzial dank verbesserter konzerninterner Zusammenarbeit erhöhen und eine jährliche Kosteneinsparung von 90 Mio. $ bringen soll. Der Umbau kostet im laufenden Quartal 100 Mio. $.

An zwei Dingen will Konzernchef Sergio Ermotti eisern festhalten: am Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Mrd. $ im Jahr und an der Ausschüttung einer Dividende, die jährlich im mittleren einstelligen Bereich wächst. UBS hat im dritten Quartal eigene Aktien im Wert von 306 Mio. $ zurückgekauft. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Rückkäufe auf 604 Mio. $.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.
Aloys K. Osterwalder 22.10.2019 - 09:42

Die stakeholders der UBS würden davon profitieren, wenn sich die Bankspitze
endlich zu akzeptablen Vergütungen durchringen könnte und transparente
Zugeständnisse machen würde. Dies würde auch die Reputation der Bank
und den Börsenkurs wesentlich verbessern.

Willy Huber 22.10.2019 - 11:34
Zweifellos sind die Verhältnisse im Bankensektor weltweit sehr viel schwieriger geworden. Da helfen das sklavische Verhalten der schweizerischen Politiker und Gerichte (Bankgeheimnis, unlimitierte Preisgabe von Kundendaten, neuerdings auch der Vorstoss der OECD zur Besteuerung von weltweit tätigen Konzernen in den Verkaufsländern) und vergangene Sünden auch nicht viel weiter. Zweifellos sind die Gehälter und übrigen Zutaten der obersten Lenker der meisten… Weiterlesen »
Markus Fischer 22.10.2019 - 18:13
Einmal mehr sehr enttäuschend, das viel zu hohe Cost-/Income Ratio mit 79% im 3. Quartal, mit anderen Worten hat CEO Ermotti die Kosten weiterhin nicht im Griff! Dies ist weiterhin hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass der Bonuspool, welcher eigentlich leistungsbezogen, d.h. auf die erwirtschafteten Erträge ausgerichtet sein sollte, immer noch viel zu hoch ist. Ich habe nichts gegen gute Vergütungen, die… Weiterlesen »