Unternehmen / Finanz

UBS nutzt den Rückenwind

Analyse | Die Grossbank hat im zweiten Quartal dank günstigen Marktbedingungen deutlich mehr verdient als erwartet. Sie will vor allem in den USA und in Asien expandieren.

UBS konnte von der freundlichen Wetterlage in allen Geschäftsbereichen und Regionen profitieren. Bei einem um 21% höheren Geschäftsertrag resultierte im zweiten Quartal ein 64% höherer Vorsteuergewinn von 2,6 Mrd. $, auch weil Rückstellungen für Kreditrisiken aufgelöst werden konnten. Der Reingewinn belief sich auf 2 Mrd. $, 63% über Vorjahresquartal.

Etliche Performanceindikatoren übertreffen die Zielwerte. Beispielsweise beträgt die Rendite auf das harte Kernkapital im Quartal 19,3%. Der Zielbereich liegt bei 12 bis 15%. Auch die Indikatoren für die Kapitalstärke übersteigen die Zielwerte. So beläuft sich die Quote des harten Kernkapitals nun auf 14,5% statt «über 13%». UBS habe im Quartal 2,5 Mrd. Überschusskapital geschaffen, erklärte dazu Finanzchef Kirt Gardner an der virtuellen Medienkonferenz. «Die Rückführung des Überschusskapitals an die Aktionäre bleibt Priorität», bekräftigte er. Im zweiten Quartal betrug der Wert der Aktienrückkäufe 400 Mio. $; im dritten Quartal stehen 600 Mio. $ dafür bereit.

Organisches Wachstum hat Priorität

CEO Ralph Hamers bestätigte, dass der gute Geschäftsgang die strategische Flexibilität der Bank erhöhe. «Priorität hat das organische Wachstum», erklärte er jedoch. UBS ist daran, sich von einer Bank zu einem «Ökosystem für Investitionen» zu wandeln. Der Schwerpunkt der strategischen Wachstumsinitiativen – und auch die Zielmärkte für allfällige Übernahmen – liege in den USA und der Region Asien/Pazifik, sagte Hamers, weil dort das stärkste Wachstum herrsche. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare