Unternehmen / Finanz

UBS muss 48 Mio. Fr. bezahlen

Die Grossbank hat in Hongkong einen Rechtsstreit über Börsengänge beigelegt. Dafür hat sie eine Millionenbusse aufgebrummt bekommen.

(Reuters/JH) Die UBS (UBSG 11.655 1.3%) bezahlt im Rechtsstreit um Börsengänge in Hongkong eine Busse von 375 Mio. Hongkong-Dollar. Neben der Strafe von umgerechnet 48 Mio. Fr. darf die Schweizer Grossbank dort für ein Jahr keine Börsengänge in federführender Rolle als Sponsor begleiten. Diese Massnahmen verhängte die zuständige Regulierungsbehörde SFC gegen die Bank und ihre lokale Tochter, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Ebenfalls gebüsst wurden Bank of America (BAC 28.62 2.47%) Merill Lynch, Morgan Stanley (MS 43.34 1.95%) und Standard Chartered (STAN 712.2 3.13%).

Beim Sponsoring handelt es sich um eine Prüfungsaktivität rund um einen Börsengang. Konkret wird eine Bank angestellt, um die Fakten des an die Börse strebenden Unternehmens zu prüfen. In der Regel geschieht das in Zusammenarbeit mit einer Buchprüfungsgesellschaft.

In dem Fall ging es um die Rolle der UBS bei mehreren Börsengängen. Eine der Firmen wurde nur 14 Monate nach dem Listing liquidiert. Daraufhin hatte die SFC die Banken unter die Lupe genommen, die eine Börsennotierung als sogenannter Sponsor begleitet haben.

Der Vorwurf der SFC lautet, dass UBS die Existenz der Vermögenswerte der China Forestry nicht ausreichend geprüft habe.

In dieser federführenden Rolle erhält eine Bank normalerweise höhere Gebühren als andere beteiligte Institute, bürgt jedoch auch für die Korrektheit der Informationen zu einem Unternehmen.

Gegenüber «Finanz und Wirtschaft» erklärte UBS, sie nehme die Untersuchungsergebnisse der Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) zur Kenntnis. «Wir sind froh, diese Altlast bezüglich unserer IPO Sponsorship Lizenz in Hong Kong abzuschliessen und freuen uns, unseren Kunden in Hong Kong weiter zu unterstützen.»

Die komplette Historie zu UBS finden Sie hier. »

Leser-Kommentare