Unternehmen / Finanz

Mehr als ein Hauch von CS bei UBS

Analyse | Bei UBS wird die Dividende erhöht, die Ziele werden zurückgenommen und Firmenteile verkauft.

Auch dieses Jahr das gleiche Bild: Sergio Ermotti präsentiert die Jahreszahlen mit einem über Erwarten guten Schlussquartal – und die Aktien tauchen. Dabei hatte der CEO der UBS diesmal kommunikativ einen leicht veränderten, optimistischen Ton angeschlagen, der etwas an Credit Suisse erinnerte.

Ermotti liess die übliche betonte Vorsicht fallen, die seinen Ausblick kennzeichnete. Im ersten Quartal verzeichnete die Bank gemäss ihrem CEO mehr transaktionsbasierten Ertrag dank höherer Kundenaktivität und steigende wiederkehrende Gebühren aufgrund der gestiegenen Börsenbewertungen. Dass er die Zielsetzungen für UBS dennoch teilweise zurückgenommen hat, kontrastiert ein wenig damit. Dazu beigetragen haben dürfte die Aussicht auf weiterhin tiefe, teils negative Zinsen. Die Zinsmarge der europäischen Banken liegt deutlich unter derjenigen der US-Konkurrenz.

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Leser-Kommentare

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Markus Fischer 21.01.2020 - 18:21
Das Hauptproblem der UBS sind die zu hohen Kosten, hauptsächlich herrührend von zu hohen Lohnkosten. Vor der Finanzkrise beliefen sich die Vergütungen auf weniger als das Doppelte des Reingewinns. Heute sind diese Vergütungen etwa viermal so hoch wie der Reingewinn. Um die gleichen Gewinnmargen wie vor der Finanzkrise zu verdienen müssten diese Lohnkosten halbiert werden. Dazu ist die jetzige Führung… Weiterlesen »