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Unternehmen / Schweiz

UBS stärkt Kapitalbasis

Die Grossbank nutzt das Marktumfeld, um sich den regulatorischen Anforderungen 2020 anzunähern, und gibt neuartige Anleihen aus.

Die Grossbank UBS (UBSG 16.67 -2%) hat diese Woche Anleihen emittiert, die ihr verlustabsorbierendes Kapital (TLAC) stärken. Insgesamt hat die Bank 1,75 Mrd. € und 5 Mrd. $ aufgenommen.

Die Eurotranche ist variabel verzinslich. UBS zahlt Anlegern dafür eine Rendite von Euribor + 70 Basispunkte (Bp). Die Anleihe läuft fünfeinhalb Jahre und kann ein Jahr vor Verfall von der Bank zurückgekauft werden. Ein Sprecher des Instituts bestätigt, dass UBS die erste europäische Bank ist, die ihre TLAC-Kapitalbasis über eine variabel verzinsliche Anleihe stärkt.

In Dollar emittiert das Institut insgesamt drei Emissionen: eine variabel verzinsliche Tranche (Libor +122 Bp) und zwei festverzinsliche Tranchen, mit Coupons von 3,491 und 4,253%. Die Laufzeiten liegen bei sechs und elf Jahren. Auch diese Anleihen können ein Jahr vor Verfall zurückgekauft werden.

Die Möglichkeit, die Anleihe ein Jahr vor Verfall zurückzukaufen, ist auf regulatorische Vorschriften zurückzuführen. Kapital mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr kann nur noch zur Hälfte als Kapital angerechnet werden.

UBS konnte die Konditionen aufgrund der hohen Nachfrage am unteren Ende der Bandbreite fixieren. Die Nachfrage nach der Eurotranche lag bei 3,15 Mrd. €, nach der grösseren Dollartranche gar bei 13 Mrd. $.

Das zeigt den Appetit am Markt auf variabel verzinsliche Bonds. Die Zinszahlungen passen sich in Abhängigkeit des kurzfristigen Geldmarktzinses den Marktverhältnissen an. Solche Anleihen werden im Moment stark nachgefragt, da sie es dem Anleger ermöglichen, sich gegen steigende Zinsen abzusichern.

Um die regulatorischen Anforderungen ab 2020 zu erfüllen, wird UBS sukzessive insgesamt 26,4 Mrd. Fr. an bestehenden Anleihen in sogenannt verlustabsorbierendes Fremdkapital wandeln.

TLAC steht für Total Loss Absorbing Capital. Es ist der Teil des Kapitals, der zur Deckung der Verluste bereitsteht. Diese Vorschriften gelten ab 2020 für die globalen systemrelevanten Banken. Sie sollen den Bankbetrieb auch in kritischen Marktphasen sicherstellen, ohne dass der Staat eingreifen muss.

Die komplette Historie zur UBS finden Sie hier. »