Unternehmen / Finanz

UBS treibt Geschäft mit privaten Anlagen voran

Die Grossbank gründet ein neues Team und will in der Schnittstelle zwischen Investmentbank und Vermögensverwaltung Zusatzgeschäfte generieren.

(Reuters) Die UBS (UBSG 11.34 0.35%) will vom Hunger der Anleger nach Beteiligungen an privaten Unternehmen profitieren: Dafür gründet die Grossbank in ihrer Investmentbank ein Team, das als Investitionsobjekte geeignete Firmen aufspürt, teilte das Institut am Mittwoch in einem internen Memo mit. An diesen privaten Firmen können sich dann wiederum die Kunden der Vermögensverwaltungssparte der Bank beteiligen. «Die Kunden suchen zunehmend Alternativen zu öffentlichen Märkten», sagte UBS-Investmentbanking-Co-Chef Piero Novelli zu Reuters. «Privatplatzierungen sind eine gute Alternative und das eröffnet eine grosse Möglichkeit. Wir müssen auf diesen Trend aufspringen.»

Die UBS erhofft sich von der Vermittlung und der neuen Verbindung zwischen der Investmentbank und der Vermögensverwaltung Zusatzgeschäft von bestehenden Kunden. Zudem können Banken und Asset Manager bei Privatplatzierungen zumeist höhere Gebühren einstreichen, als bei «herkömmlichen» Anlagen ihrer Kunden in Aktien oder Anleihen.

«Das ist eine neue Anlageklasse, die sehr stark wächst. Deshalb ist das strategisch für uns» sagte Novelli. Auf welches Volumen das neue Geschäft anwachsen könnte, liess er offen. «Es wird einige Jahre brauchen, bis das voll anläuft. Aber ich wäre nicht überrascht, wenn es eines Tages ein Geschäft mit (Einnahmen von) einer halben Milliarde Dollar wird.»

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