Unternehmen / Finanz

UBS und CS droht ein GV-Sturm

Stimmrechtsberater empfehlen, die Tätigkeit der Managements und deren Vergütung 2018 nicht gutzuheissen.

Die Grossbanken stehen vor heissen Generalversammlungen (GV). Wie jedes Jahr wird die Vergütung des Managements zu reden geben. Dazu sieht sich UBS am 2. Mai einer ganz neuen Baustelle gegenüber. Die weltweit grössten Stimmrechtsberater, ISS und Glass Lewis, empfehlen, die Entlastung von Verwaltungsrat (VR) und Geschäftsleitung (GL) für 2018 zu verweigern. Der Grund: der Gerichtsfall mit möglicher Milliardenbusse in Frankreich.

«Die Aktionäre können nicht sicher beurteilen, ob es in ihrem besten Interesse ist, das Verhalten von GL und VR im vergangenen Jahr gutzuheissen», schreibt Glass Lewis zuhanden der UBS-Aktionäre und empfiehlt ihnen, sich bei der Entlastung (Décharge) zu enthalten. ISS plädiert direkt für die Ablehnung des Traktandums: «Es wäre nicht im Interesse der Aktionäre, sich potenzielle Rechtswege zu verschliessen.» Beide begründen ihre Einschätzung mit dem Rechtsstreit der UBS gegen Frankreich. Ende Februar wurde die Bank in Paris wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Strafzahlung von 4,5  Mrd. € verurteilt.

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