Die Chancen für eine weitere Bodenbildung des Deutschen Aktienindex stehen gut, doch die entscheidenden Kursschwellen hat der Markt bislang nicht überwinden können.

Der Dax (DAX 13526.13 0.72%) hat sich am Dienstag noch in derselben Handelssitzung von seinem zweiten Schwächeanfall erholt, beim ersten Einbruch zu Monatsanfang benötigte er dafür noch mehrere Handelstage. Dies lässt darauf schliessen, dass das verstärkte Kaufinteresse von Investoren an der beim neuesten Rücksetzer fast erreichten 12’800er-Marke nach wie vor besteht. Dort verläuft nicht nur der untere Grenzbereich des kurzfristigen Schwankungskorridors (graue Fläche), an dem Verkäufe in der Regel pausieren. Auch eine horizontale Umkehrzone ist dort schon länger im Chart zu sehen und wurde zuletzt im Oktober bestätigt.

Um ein positives Signal zu senden, muss der Index jedoch nun wieder dauerhaft über seinem Monatsdurchschnittspreis gekauft werden (blaue Kurve), der sich in den Vortagen mit erstaunlicher Präzision als Barriere erwiesen hat. Die finale Bestätigung für eine Jahresendrally würde dann der Ausbruch über das waagerechte Verkaufsareal an der 13’300er-Marke liefern.

Bis 13’500/13’600 an ehemalige Rekordhochs sowie die Nordgrenze des mittelfristigen Schwankungskorridors (blaue Fläche) hat der Dax Luft, wenn man ihn aus der Vogelperspektive betrachtet. Hier werden auch die potenziellen Stabilisierungszonen um 12’800 und 12’500 erkennbar – falls der Markt doch noch etwas länger benötigt, um durchzustarten.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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