Märkte

Über Irland hängt der britische Schatten

Grossbritannien ist für die irische Volkswirtschaft einer der wichtigsten Handelspartner. Die Unsicherheiten über die politische Zukunft des Nachbarn belasten.

Austin Hughes hat schon einige Wirtschaftszyklen miterlebt. Aber einen derart scharfen Einbruch der Konsumentenstimmung hat der Chefökonom der Bank KBC Ireland kaum je gesehen. Anfang Jahr tauchte der Consumer Sentiment Index (CSI) um mehr als 10% auf den tiefsten Stand seit über vier Jahren. «Das zeigt, wie besorgt die irische ­Bevölkerung bezüglich Brexit ist», sagt Hughes im Gespräch mit FuW.

Tatsächlich ist der Stimmungsindex der irischen Konsumenten ein Abbild der Brexit-Entwicklungen. Seit dem Votum im Sommer 2016 hat sich die Stimmung zeitweise leicht eingetrübt, seit vergangenem Jahr ist sie stark rückläufig. «Die Angst, dass Grossbritannien in einen chaotischen Brexit hineinlaufen könnte, ist noch immer gross», sagt Hughes. Zumal sich Irland auch zehn Jahre nach der Finanzkrise nach wie vor im Erholungsmodus befinde.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?