Meinungen

Überlegt sparen

AHV und Pensionskasse reichen nicht aus für das Leben nach dem Beruf. Flexibel wird, wer für sich in die dritte Vorsorgesäule investiert. Ein Kommentar von FuW-Redaktor Thomas Hengartner.

«Geschickt ist, einen Teil des Vermögens gebührenfrei auf dem 3a-Konto zu lassen.»

Für das Leben nach dem Beruf zu sparen, ist vernünftig – erst recht, wenn das Gesparte teilweise in Aktien investiert wird. AHV und Pensionskassenrente ersetzen zusammen etwa 60% des vormaligen Salärs. Diese Ersatzquote wird jedoch schwinden, weil unsere Lebensspanne sich verlängert.

Das Pensionsguthaben muss für zusätzliche Jahre reichen, weshalb ein niedrigerer Rentenumwandlungssatz richtig ist. Aus dem gleichen Grund wird der Beginn der AHV-Zahlung später als mit 65 Altersjahren starten müssen. Wir werden nicht darum herumkommen, bald schon das Referenzrentenalter hinauszuschieben.

Wer ungeachtet davon den eigenen Pensionierungszeitpunkt möglichst flexibel finanzieren möchte, setzt auf freiwilliges Vorsorgesparen in einer ergiebigen Struktur. Einzahlungen in die dritte Vorsorgesäule – am klügsten mit monatlichen Teilbeträgen – sind steuerlich absetzbar. Auf einem 3a-Konto mehrt sich das Vorsorgevermögen bei aktuellen Zinsen jedoch nur ganz wenig. 3a-Anlagefonds mit Obligationen-Aktien-Mischungen sind in einem breiten Angebot zugänglich, wie die folgende Übersicht zeigt.

Die Zehnjahresperformance aktienbetonter Lösungen beeindruckt. Doch Verwaltungsgebühren von standardmässig etwa 1% jährlich mindern den Wertzuwachs. Geschickter ist, anstelle von Mischvermögenfonds börsengehandelte reine Aktienindexfonds (ETF) zu nutzen und einen günstigen Anbieter zu wählen. Derjenige Teil des 3a-Vermögens, der nach eigener Risikofähigkeit den Aktienschwankungen nicht ausgesetzt sein soll, bleibt stabil und zumindest gebührenfrei auf dem 3a-Konto.