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Ueli Maurer: «Keine Lockerung der Schuldenbremse»

Bundesrat Ueli Maurer, Finanzminister, zur Lage der Bundesfinanzen in der Coronakrise und zu den Perspektiven.

Wegen der Coronakrise sind die Bundesschulden explosionsartig gestiegen, der Schulden­abbau der vergangenen Jahre wurde auf einen Schlag zunichtegemacht. Finanzminister Ueli Maurer erklärt im Gespräch, wie er damit umgehen will.

Herr Bundesrat Maurer, die Schweiz hat unter Ihrer Federführung ein riesiges ­Hilfspaket für die Wirtschaft aufgesetzt. Es wurde auch im Ausland positiv zur Kenntnis genommen.
Ich habe das Ausland weniger beachtet. Hier im Inland habe ich sehr viele positive Reaktionen von Bürgerinnen und Bürgern sowie aus kleinen und mittleren Unternehmen erhalten.

Nun sind doch auch gewisse Missbräuche bei den Notkrediten aufgetaucht. Bewegen sie sich im Rahmen der Erwartungen?
Ja, damit mussten wir rechnen, ich hätte sogar eher noch ein bisschen mehr erwartet. Wir haben bisher rund 800 Verdachtsfälle, 200 haben sich nicht bestätigt. Das ist gemessen an rund 130 000 Krediten sehr wenig. Mit den Krediten konnten etwa 0,5 Mio. Arbeitsplätze gesichert und stabilisiert werden. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?