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Uhrenexporte legen erneut zu

Im Juni klettern die Ausfuhren von Schweizer Uhren über das Vor-Corona-Niveau. Der Schweizer Aussenhandel schwächt sich im Juni derweil leicht ab.

(AWP) Die Ausfuhren von Schweizer Uhren haben im Juni im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Damit sind sie den vierten Monat in Folge wieder gestiegen. Vor einem Jahr waren die Exporte aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie noch eingebrochen.

Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte im Juni auf 1,96 Mrd. Fr., wie den Zahlen der Eidgenössische Zollverwaltung vom Dienstag zu entnehmen ist. Das entspricht einer Steigerung von nominal 71%. Vor einem Jahr waren wegen des Shutdowns zur Eindämmung der Coronapandemie nur noch Uhren im Wert von 1,13 Mio. Fr. ins Ausland abgesetzt worden.

Die aktuellen Juni-Werte liegen nun aber nicht nur über dem Vorjahreswert, sondern auch über dem Niveau von vor der Coronakrise. So waren im Juni 2019 Uhren im Wert von 1,74 Mrd. Fr. ausgeführt worden.

Gesamter Aussenhandel etwas schwächer

Der Schweizer Aussenhandel hat im Juni im Vergleich zum Vormonat etwas nachgelassen. Sowohl die Exporte als auch die Importe gingen im Monatsvergleich leicht zurück, wobei die Exporte im Mai noch einen Rekordstand erreicht hatten.

Konkret erreichten die Ausfuhren im Juni saisonbereinigt einen Wert von 20,24 Mrd. Fr., was 2,7% unter dem Wert vom Vormonat Mai lag. Real – also preisbereinigt – resultierte eine Abnahme um 3,0 Prozent, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Dienstag zu entnehmen ist.

Die Schweizer Exportwirtschaft hatte bereits im Mai den Corona-Einbruch definitiv hinter sich gelassen und hielt sich im Juni auf gutem Niveau. Schon vor der Krise hatte sie zum Teil Waren im Wert von über 20 Mrd. Fr. pro Monat ins Ausland abgesetzt. Als die Pandemie ausbrach, sanken die Ausfuhren dann auf gut 16 Mrd. Fr.

Auch bei den Importen kam es im Juni zu einer leichten Abnahme gegenüber dem Vormonat. Sie sanken um 3,8% auf 15,92 Mrd. Fr. (real: -2,7%). Für die Handelsbilanz ergibt dies erneut einen Rekordüberschuss von 4,32 (VM 4,26) Mrd. Fr.