Märkte / Makro

Uhrenexporte steigen weiter

Die Uhrenindustrie kann im neuen Jahr an die gute Entwicklung des letzten Jahres anknüpfen und steigt um knapp 7%.

(AWP) Die Schweizer Uhrenbranche hat im Januar nahtlos an die gute Entwicklung des letzten Jahres angeknüpft. Nachdem die Uhrenexporte im Gesamtjahr 2021 in Franken gemessen auf einen neuen Rekord geklettert waren, legten sie zu Beginn des neuen Jahres weiter zu.

Im Januar wurden insgesamt Schweizer Uhren im Wert von 1,70 Mrd. Fr. ins Ausland exportiert, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit BAZG (früher EZV) und der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag mitteilten. Das waren 6,8% mehr als im Januar 2021.

Bei der Entwicklung nach Ländern zeigen sich allerdings sehr grosse Unterschiede. Während die Exporte in die USA um 37,5% auf 252,3 Mio. Fr. zulegten, gingen sie nach China um 12,2% auf 224,0 Mio. und nach Hongkong um 10,3% auf 151,9 Mio. zurück. Die USA als grösster Exportmarkt für Schweizer Uhren haben damit einen Marktanteil von 14,8%, China und Hongkong als nächstgrösste Märkte einen von 13,1 bzw. 8,9%.

Nach Preisklassen nahmen die Uhren unter 200 Fr. (Exportpreis) im Januar sowohl mengenmässig (+10,3%) als auch wertmässig (+2,0%) zu. Die Kategorie 200 bis 500 Fr. ging derweil stark zurück, trotz eines sehr günstigen Basiseffekts aufgrund des deutlichen Rückgangs im Januar 2021. Bei den Uhren mit einem Preis von über 500 Fr. stiegen laut FH sowohl der Exportwert (+7,9%) als auch die Stückzahlen (+13,2%) deutlich an.

Im Gesamtjahr 2021 hatten die Exporte den Vorjahrswert um 31,2% und den Vorcorona-Wert (2019) um immerhin 2,7% übertroffen.