Märkte / Makro

Uhrenexporte wieder deutlich gestiegen

Die meisten Märkte haben im September Wachstumsraten verzeichnet. Richemont und Swatch Group profitieren davon.

(AWP) Die Schweizer Uhrenexporte sind im September 2019 deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr. Während Hongkong wie erwartet aufgrund der Unruhen deutlich rückläufig war, legten die Ausfuhren in andere wichtige Abnehmerländer wie USA, China oder Japan deutlich zu.

Insgesamt nahmen die Uhrenexporte im Berichtmonat im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat nominal  10,2% auf 1,82 Mrd. Fr. zu. Real – also um Preiseffekte bereinigt – ergab sich ein Plus von 4,4%.

Die Uhrenexporte hätten im September von einem zusätzlichen Arbeitstag sowie einem positiven Basiseffekt profitiert, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag mit. Insgesamt bleibt die Tendenz des Sektors aufwärts gerichtet. Auf neun Monate (Januar bis September) ergibt sich ein Wachstum von 2,8% auf 15,9 Mrd. Fr.

Rückgang in Hongkong – USA wieder Nummer eins

Die meisten Märkte verzeichneten im September Wachstumsraten, teilweise gar starke, wie der Uhrenverband schrieb. In den Vereinigten Staaten war das Wachstum mit 14,7% hoch, wobei die USA mit einem Gesamtvolumen von 214,8 Mio. Fr. resp. 11,8% Anteil die Nummer Eins blieben unter den Uhrenabnehmern.

Rückläufig, wenngleich nicht mehr so stark wie im Vormonat (-12,7%), waren mit -4,6% die Exporte nach Hongkong, dem üblicherweise stärksten Exportmarkt für Schweizer Uhren. Andere asiatische Märkte verzeichneten dagegen starke Wachstumsraten, allen voran Japan mit +31,6%. Aber auch China mit +26,0% und Singapur mit +20,5% legten deutlich zu.

Europa (+6,5%) verzeichnete insgesamt ebenfalls eine Zunahme, die besonders auf die Stabilisierung in Grossbritannien (+0,6%) und eine starke Entwicklung in Deutschland (+14,4%), Frankreich (+15,6%) und Italien (+7,2%) zurückzuführen war.

Schweizer Exporte steigen im September wieder

Die gesamte Schweizer Exportwirtschaft hat im September wieder zugelegt, nachdem die Ausfuhren in den beiden Vormonaten rückläufig gewesen waren.

Die Exporte nahmen saisonbereinigt (zum Vormonat) 8,2% auf 20,3 Mrd. Fr. zu. Real – also preisbereinigt – war der Anstieg mit +2,5% allerdings um Einiges moderater. Im August und Juli waren die Exporte (nominal) um 4,8 resp. 3,6 zurückgegangen.

Abgeschwächt haben sich dagegen die Importe. Diese fielen saisonbereinigt 1,4% und real 1,3% und erreichten einen Wert von 17,4 Mrd. Fr. In der Handelsbilanz resultierte somit ein Überschuss von 2,88 Mrd. Fr.

Im gesamten dritten Quartal nahmen die Exporte um 0,9% (real: -1,0%) zu, die Importe um 1,8% (+0,5%), wie es in der Mitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung vom Donnerstag heisst. Die Handelsbilanz wies im Quartal einen Überschuss von 5,93 Mrd. Fr. aus. Die im Quartal exportierten Waren von insgesamt 58,7 Mrd. Fr. und ebenso die Importe in der Höhe von 52,8 Mrd. Fr. markieren jeweils einen neuen Höchststand für eine Dreimonatsperiode.

Für das nominale Plus der Exporte im dritten Quartal ist ausschliesslich die Chemie- und Pharmabranche verantwortlich, während sich die anderen grossen Zweige grösstenteils rückläufig entwickelten. Dazu gehören der Auslandumsatz der Bereiche Maschinen und Elektronik, Metalle oder Präzisionsinstrumente.

Umfrage zur App «FuW jetzt»

Leser-Kommentare