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Unternehmen / Industrie

Umbau belastet ABB mit Millionen

Die Neuausrichtung des Industriekonzerns betrifft drei von vier Divisionen. Er trennt sich von verschiedenen Aktivitäten.

(AWP) Der Industriekonzern ABB (ABBN 26.95 -0.55%) trennt sich von verschiedenen Aktivitäten im Bereich Engineering, Procurement, Construction (EPC). Die Massnahmen zum Abschluss der Neuausrichtung des EPC-Geschäfts betreffen drei von vier Divisionen, wie ABB am Mittwoch mitteilt. Der Schwerpunkt der Geschäfte werde dadurch auf wachstumsstarke Segmente verlagert und die Geschäftsrisiken reduziert. Die Massnahmen werden zu Sonderkosten in den Divisionen Stromnetze und Robotik&Antriebe führen und zu einer Vorsteuerbelastung des Konzerngewinns von 75 Mio. $ führen, wie es weiter heisst.

In der Division Stromnetze wurde mit SNC-Lavalin eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures für schlüsselfertige EPC-Projekte für Umspannwerke geschlossen. An diesem Joint Venture wird SNC-Lavalin einen beherrschenden Marktanteil halten. Das neue Unternehmen soll zusätzliche Chancen für profitables Wachstum eröffnen. Diese Massnahme erfolgten im Rahmen des laufenden «Power Up»-Transformationsprogramms.

In der Division Industrieautomation soll das bereits angekündigte EPC-Joint-Venture im Öl- und Gasbereich mit Arkad Engineering and Construction Ltd. nun bis zum 31. Dezember 2017 abgeschlossen werden. Die derzeitigen EPC-Aktivitäten im Öl- und Gassektor von ABB werden in das neue Joint Venture eingebracht, an dem Arkad einen beherrschenden Mehrheitsanteil halten wird.

In der Division Robotik und Antriebe wird ABB das Zug-Retrofitgeschäft im Bahnsektor abwickeln, laufende Vertragsverpflichtungen sollen aber weiter erfüllt werden.

Im Ergebnis des vierten Quartals 2017 der Division Stromnetze und der Division Robotik und Antriebe werden sich die Massnahmen voraussichtlich jeweils mit rund 75 Mio. $ auf den operativen Ebita auswirken. Die Übertragung der schlüsselfertigen EPC-Aktivitäten im Öl- und Gassektor auf das Joint Venture mit Arkad wird voraussichtlich zu einer nicht-operativen Vorsteuerbelastung des Konzerngewinns in Höhe von 75 Mio. $ führen.

Die Ergebnisse dieser Altgeschäfte sollen in einer neuen, ausserhalb des Kerngeschäfts geführten Einheit im Bereich «Konzernaufwand & Sonstiges» ausgewiesen werden.