Unternehmen / Industrie

Ems-Chemie verteidigt die Marge

Analyse | Obwohl der Umsatz im ersten Halbjahr stark gesunken ist, verharren Ertragskraft und Qualität auf höchstem Niveau.

Trostlos ist der Semesterabschluss von Ems-Chemie keineswegs. Um eine noch grössere Umsatzeinbusse als die 26% vom Auftaktsemester 2020 zu finden, muss man zwar bis ins erste Halbjahr 2009 zurückgehen; damals war der Verkaufserlös 35% auf 541 Mio. Fr. abgesackt. Das Geschäft sei sehr stark getroffen worden, sagte die VR-Delegierte Magdalena Martullo an der Halbjahreskonferenz, «doch zum Markt sind wir unterproportional zurückgegangen».

Vor allem aber und wie 2009 ist es dem Hersteller von Spezialitäten im Bereich der Hochleistungskunststoffe auch diesmal gelungen, die Margen zu verteidigen. War das Verhältnis aus Betriebsgewinn (Ebit) zu Umsatz in der Finanzkrise gegenüber der Vorjahresperiode bloss 3,1 Prozentpunkte (Pp) auf 13,2% gesunken, sind es diesmal gar nur 0,5 Pp gewesen, von 27,3 auf 26,9%. Zu verdanken ist das weiser Voraussicht in Form früh eingeleiteter Effizienzmassnahmen, dazu rückläufigen Rohstoffpreisen, wenn auch in geringerem Masse als 2009. Auf Stufe Ebitda hat sich die Marge sogar leicht erhöht.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare